Freitag, 19. August 2016

Heutige Kurse im DAX ohne Aussagekraft

Heute geht es mal wieder ein wenig runter und das passt so gar nicht zu den positiven Erwartungen, die in den letzten Wochen aufgebaut wurden. Das ist aber kein Grund für Sorge denn ein Blick auf die offenen Bestände an Optionen zeigt sehr genau warum das heute passiert. Auf Höhe der 10.500 Punkte liegt der größte Brocken an offenen Call Kontrakten auf den DAX. Der nächst größere liegt dann schon bei 11.000 Punkten und bei niedrigen Umsätzen macht es durchaus Sinn diese 10.500 Punkte irgendwie zu erreichen.Somit ist es wenig überraschend, dass der DAX aktuell bei 10.502 Punkten liegt und vermutlich auch hier verharren wird bis die Optionen verfallen sind. Auch wenn es nur um ca. 15.000 Kontrakte geht wären es beim gestrigen Kurs um die 10 Mio. an Verlust gewesen.

Am Montag heißt es dann wieder "Neues Spiel, neues Glück" und erst dann werden wir sehen wohin die Reise geht. Bei 11.100 Punkten habe ich immer noch verkaufte Calls stehen, denen es an einem solchen Tag natürlich blendend geht. Auch wenn die Volatilität kaum steigt werde ich nun Puts im Verhältnis 1:2 (ein verkaufter Put für zwei bestehende verkaufte Calls) verkaufen. Ich denke an eine Laufzeit bis Oktober und einen Strike um die 9.600 Punkte. Ich würde gerne 100€ pro Option erlösen. Das Ganze dient als Gegengewicht zu den bestehenden verkauften Calls.   

Donnerstag, 18. August 2016

Teil 3: Teilweise Rückzug

Der Ölpreis steigt - warum auch immer und die Ölwerte können es genauso wenig glauben wie ich und verharren im Stillstand. Wie schon im zweiten Post angedeutet habe ich das Gefühl, dass sich hier etwas zusammenbraut. Aus diesem Grund kaufe ich heute 2 der 3 Puts zurück. Ich lasse einen im Rennen weil ich auch mit einem Put alles das machen kann was ich mit dreien kann - nur mit 2/3 weniger Risiko. Ich gedenke den nächsten Rücksetzer zum Wiedereinstieg zu nutzen.

Verkauft hatte ich zwei Puts für 0,43$ und zurückgekauft für 0,26$ - damit bleibt ein Gewinn vor Kommissionen von 34$.

Man kann es eben nicht übers Knie brechen.

Montag, 15. August 2016

Teil 2: Das Covered Call / Naked Put / Buy & Short Experiment

Heute ist der Tag des Handelns und das werde ich auch tun auch wenn es vielleicht schlauer wäre ein wenig abzuwarten. Denn anders als bei mehr unabhängigen Aktien würde der jüngste Ausbruch nach oben vielleicht eine Kaufchance bedeuten, bei einem vom Ölpreis abhängigen Wert ist aber eher Leichtsinn zu vermuten. Vorsichtige Trader würde eher auf einen SU-Kurs von ca. 27,25$ warten.


Die bisherige Trading Range war eigentlich ein Grund für meine Wahl SU als Basis-Invest zu nutzen und nun bewegt sich der Kurs darüber hinaus. Gut, ich habe es geschrieben und somit ist es raus. Grundsätzlich kann es aber immer sein, dass sich der Kurs des Underlying direkt ab Sekunde +1 gegen einen bewegt und damit bleibe ich ja in guter Gesellschaft.

Suncor hat einen weitere Vorteil: Es werden Weeklies herausgegeben und damit muss man nicht immer von Monat zu Monat warten. Das werde ich nutzen, um meine erste Charge SU zu erwerben.Da ich sehr selten Aktien kaufe bleibt mir nur der Umweg über den Verkauf von Puts, die dann zu einer Einbuchung führen, falls der Wert der Basis zum Verfallstag höher liegt als der Preis zu just diesem Zeitpunkt.

Der erste Blick geht wie immer zum Dividendenkalender und dieser zeigt, dass Suncor am 1. September eine Dividende von 022US$ ausschütten wird. Die "US$" habe ich dazugeschrieben, weil Suncor als kanadisches Unternehmen in CAD ausschüttet - das wären dann 0,29 Kanadische Dollar. Die Dividende wird peu a peu in den Optionspreis eingepreist - dennoch ist daran zu denken, dass die Aktie erst einmal niedriger notieren wird und das ist in die mögliche Ausübung einzuberechnen.

Aktuell notiert Suncor bei 28,50$. Die Optionsprämien der ATM Puts belaufen sich wie folgt:
  • 19.08. Basis 28,50$ bei 0,28$
  • 26.08. Basis 28,50$ bei 0,43$
  • 02.09. Basis 28,50$ bei 0,66$
  • 09.09. Basis 28,50$ bei 0,76$
Die Volatilität liegt durchweg bei ca. 21,5%.

Da Optionsprämien-Gewinne und Dividenden-Gewinne in Deutschland in den gleichen Steuertopf fließen macht es für mich keinen großen Unterschied, ob ich nun nach der Dividende kaufe oder aber davor. Um das Ganze also etwas abzukürzen tätige ich folgendes Geschäft:

Sell 3 Puts auf SU, Basis 28,50$ mit Laufzeit bis 26.08.

Wie erwartet wurde der MID-Kurs ausgeführt und ich habe die 129$ auf dem Konto. Das Risiko liegt bei 300 x (28,5-0,43) = 8.421$ falls die Puts ausgeübt werden und Suncor von den Kurszetteln verschwindet. Das sollte man immer im Hinterkopf haben wenn man sich einen Wert aussucht. Wenn ich bedenke wie viel Geld für Unternehmen wie E.ON, RWE oder die Deutsche Bank auf diese Weise verbrannt wurde dann merke ich immer wieder wie riskant dieses Geschäft ist. Ich persönlich möchte in diese Firma langfristig investieren und somit ist es für mich keine Spekulation.

Ich habe aber auch Puts auf Werte verkauft, an die ich nicht so starkt glaube und in diesen Fällen bin ich auf der Hut und rolle notfalls auch mal die Puts nach unten und nach vorne.



Samstag, 13. August 2016

Teil 1: Das Covered Call / Naked Put / Buy & Short Experiment

Gestern Abend saß ich zusammen mit einem Freund bei einem alkoholfreien Getränk und irgendwann kam das Thema auf die verschiedenen Portfolio-Strategien. Er ist ein Verfechter der guten alten "Ich kaufe einen Fond und die wissen schon was sie tun"-Strategie und ist damit ja auch nicht schlecht gefahren in den letzten paar Jahren seit der Finanzkrise. Von Gebühren etc. wollte ich gar nicht erst anfangen und habe deshalb erst einmal ein bisschen darüber gefachsimpelt wie es denn so wäre das Spekulieren in die eigenen Hände zu nehmen. Wie es so ist kamen wir dabei vom Hölzchen zum Stöckchen und damit vom Aktienkauf zu den Optionen. Wer weiß, ob es an der fortgeschrittenen Stunde gelegen hat oder dem Thema an sich - ich habe es nicht hinbekommen es einigermaßen verständlich zu erläutern und deshalb habe ich zugesagt, es doch mal an einem Beispiel zu zeigen. Tja und da sitze ich nun.

Ich möchte also zeigen wie eine simple Vorgehensweise mit den typischen Optionen/Aktien Instrumenten Covered-Call, Naked Put, Aktie kaufen und halten, Aktie verkaufen und nicht halten etc. so laufen kann. Es geht nicht darum Reichtümer zu erwirtschaften, Pleite gehen sollte ich dabei aber auch nicht.

Heute hat die Börse zu und deshalb kann ich erst am Montag beginnen etwas zu kaufen oder zu verkaufen und damit blieb mir heute früh noch ein wenig Zeit mir ein Basis-Investment zu suchen. Das ist natürlich reine Geschmacksache. Die einen werden einen Blue-Chip nehmen oder gar ein ETF auf das Optionen herausgegeben werden - wieder andere setzen auf einen Wachstumswert oder eben auf das Unternehmen für das sie selbst arbeiten.

Natürlich möchte man dafür ein Unternehmen herauspicken von dem man ausgeht. dass es in einem Jahr oder in fünf Jahren höher bewertet ist als heute. Möchte man. Hätte man gerne. Nur weiß niemand wie es in Wirklichkeit kommen wird.

Kurz und knapp: ich habe Suncor Energy (SU) als Demonstrationsobjekt erwählt. Als Schieferöl-Produzent hat es angesichts der Ölkrise bislang mit einer Reihe von großen Zukäufen reagiert. Öl aus Schiefer wird es auch in 100 Jahren noch geben, die Förderung ist recht simpel und die Anzahl der Risiken (abgesehen von großen Waldbränden) sind überschaubar. Im Grunde bestimmt auch hier der Ölpreis den Wert und der wird irgendwann wieder steigen. Damit bleiben bei mir die Bauchschmerzen aus, falls ich mal unerwartet auf ein paar hundert dieser Aktien sitzen sollte.

Montag geht es los :)

Dienstag, 9. August 2016

VIX auf sehr tiefem Stand

Ich bin zwiegespalten. Auf der einen Seite geht der S&P 500 immer weiter in die Höhe und auf der anderen Seite nimmt mein Bedarf an einem Hedge meiner Aktien immer weiter zu. Dieses Dilemma auf die Reihe zu bekommen ist nicht ganz einfach. Ein erster Schritt war auf jeden Fall die Eröffnung verkaufter Calls auf den DAX (und den SPY) gegen die ich immer wieder kürzer laufende verkaufte Puts stelle (so im Verhältnis 3 Calls auf einen Put - soll ja auch ein Hedge sein). Das läuft ganz gut aber nun gibt es wieder einmal eine weitere Möglichkeit: den VIX.

Die Volatilität des S&P 500, im VIX gemessen, ist auf den niedrigsten Stand seit langer Zeit gefallen. Gestern ging er mit 11,50$ aus dem Handel. Das ist wirklich krass! Contango ist gleichzeitig auf >20% für den Folgemonat gestiegen. Das trägt stark dazu bei, dass sich der SVXY immer höher schwingt auch wenn der VIX nur noch in kleinsten Schritten nach unten gehen kann. Es heißt aber auch, dass der VIX der Zukunft viel höher zu bezahlen ist als der aktuelle und das kann man ausnutzen.

Ich werde mir das heute ab 15:30 Uhr anschauen und ein bisschen in den VIX gehen. Vermutlich werde ich mit dem Verkauf von Puts auf Basis 11 beginnen und dann ein wenig mit Spreads herum experimentieren. Ein Bull Call Spread ist in solchen Situationen immer eine gute Absicherung gegen fallende Kurse und stark steigende Kurse im VIX. Den September 14/16er Bull Call Spreads erhält man für ca. 0,67$. Zum Spekulieren lädt auch ein weit aus dem Geld liegender Spread wie ein 18/20er ein für günstige 0,25$.

Alles in allem sind das alles spekulative Wetten auf steigende Kurse - kann gut klappen, muss es aber nicht. Das Risiko ist aber bei Spreads vorab definiert und das Risiko/Chance-Verhältnis geklärt.

Mit Kalender Spreads habe ich bislang keine so guten Erfahrungen im VIX gemacht und zögere deshalb diesbezüglich noch ein bisschen. Mal sehen.

Montag, 1. August 2016

Volatilität handeln - eine Strategie

Die Volatilität ist eine ganz eigene Form - neben Aktien oder Indizes - und gehorcht damit auch ganz eigenen Regeln. Diese sollte man also kennen bevor man sich in den Handel mit Produkten auf die Volatilität stürzt. Gemessen wird die Volatilität vor allem in zwei interessanten Produkten: dem VIX auf die Volatilität im S&P 500 und dem VDAX-New, ein Produkt auf die Volatilität im DAX. Wenn ich von Produkten auf die Volatilität beziehe dann wird sich dies immer auf den VIX beziehen und nicht auf andere Produkte. Denn auch wenn man den VDAX-New handeln kann so ist dort doch das Volumen und die Preisbildung so unvorhersagbar, dass es meistens ein schlechtes Geschäft wird. Dies gilt im Übrigen auch für Produkte auf den Eurostoxx 50.

Damit wären wir beim VIX. Der VIX ist ein Future mit verschiedenen Laufzeiten und wird damit durch Contango und Backwardation bestimmt. Ich habe dazu schon einiges geschrieben und versuche es deshalb mit einer Mini-Definition:

Contango bedeutet Rollverluste weil der Future des nächsten Monats aufgrund höherer Unsicherheit teurer ist als der Future des laufenden Monats. Der Übergang von Monat zu Monat ist damit mit einem Geldverlust verbunden - der natürlich laufend eingepreist wird.

Backwardation ist das Gegenteil und kommt deutlich seltener vor. Wenn die aktuelle Angst und damit der aktuelle Preis des Futures höher ist als der des Futures des nächsten Monats dann wird der Rollvorgang Gewinn einbringen. Das ist z.B. dann zu sehen wenn unmittelbar eine Entscheidung ansteht so wie der Brexit oder die Frage, ob die USA ihre Schuldenobergrenze noch rechtzeitig nach oben setzen kann.

Es gibt nun unzähliges Trading-Möglichkeiten was den VIX angeht - ich möchte nur eine einzige vorstellen mit der ich seit drei Jahren sehr gut fahre (Null Verluste, nur Gewinne - so far).

Strategie:

Wichtig: Ich warte ab und bin geduldig bis zum richtigen Einstiegszeitpunkt.

Ich arbeite mit dem ETP SVXY (einem inversen VIX Produkt). Invers bedeutet, dass wenn der VIX Future im Contango ist dann ist der SVXY in Backwardation und das ist er damit die meisten Zeit. Momentan sind das >10%. Der SVXY steigt also >10% auch wenn der VIX bleibt wo er ist und das im Monat. Das ist aktuell ungewöhnlich hoch, normalerweise bewegt er sich zwischen 3% und 5% (schon alleine diese Information ist sehr wichtig für den Trader - denn er zeigt, dass Sturmwolken voraus sind).

Einstigeszeitpunkt für einen Trade ist immer dann wenn der VIX nach oben schnellt. Das ist dann der Zeitpunkt den SVXY zu kaufen (wird wie eine Aktie behandelt). Wie eine Aktie könnte er natürlich auch irgendwann einmal auf Null sinken - nur als Warnung - nichts ist ohne Risiko.
Wenn der VIX nach oben geht dann passiert dies normalerweise über einen kürzeren Zeitraum in dem es aber von Spikes wimmelt. Also kaufe ich immer gestaffelt! Eine Periode mit sehr hohem VIX (>30) dauert meist nicht länger als 10 Tage,

Steigt der VIX auf >22 dann kaufe ich die erste Tranche und dann bei 25 die zweite und so weiter.

Um das Ganze noch risikoärmer zu gestalten kaufe ich den SVXY nicht direkt, sondern verkaufe Puts auf ihn, um ihn vielleicht noch günstiger zu bekommen. In den letzten 3 Jahren habe ich diese Prozedur genau 5 Mal durchgezogen und habe die ETPs nie zugewiesen bekommen. Das liegt daran, dass ich bei einem Stand des SVXY von vielleicht 50$ eine Basis von ca. 40$ wähle - eben einen Abstand bei dem ich zwischen 6$ und 12$ Prämie erhalte. Dementsprechend auch eine mittelfristige Laufzeit von 8-12 Monaten. Mein bester Trade waren 5 verkaufte Puts auf den SVXY mit Basis 35$ und einer Prämie von 12$. Dieser eine Trade hat in 2015 mein Depot gerettet. Kein Wunder also warum es in den USA unzählige Trader gibt, die ausschließlich diese Art von Trades machen.

So wie der SVXY ein inverses Produkt ist so gibt es nicht-inverse Produkte, die man bei einem extremen VIX shorten kann. Dies habe ich bislang aber erst einmal (sehr erfolgreich) getan aber das war eher die Ausnahme. Was ich niemals tue ist Long-Produkte (nicht inverse) auf den VIX zu kaufen. Ein niedriger VIX mit hohem Contango kann sehr lange niedrig sein und alle nicht inversen Futures verlieren dann laufend Geld. ETPs dieser Art kommen zum Teil aus dem Bereich der 2000$ und liegen heute bei 10$. Langfristig ist hier also nichts zu holen.

Auch ein inverses Produkt wie der SVXY ist kein Anlageprodukt, sondern ein Trading-Produkt. Rein und nach einigen Monaten wieder raus. Von hoher Volatilität zur nächsten!

Mittwoch, 27. Juli 2016

Volatilität im DAX extrem niedrig / Put auf den DAX gekauft / Nachtrag: Verkaufte Calls justiert

Als wäre nichts geschehen und alles nur unnötige Aufregung gewesen ist der VDAX-New von >37 Punkten auf aktuell <19 Punkte zurückgekommen. Für den DAX bedeutet dies eine niedrige Volatilität. Das kommt einer Einladung gleich Optionen zu kaufen anstelle sie zu verkaufen. Wie ja jeder der die Posts hier verfolgt weiß bin ich ein Optimist - trotz der Flut an Nachrichten (oder eben genau deswegen) und deshalb werde ich mich jetzt genau umschauen, ob es sich nicht anbietet einen Call auf den DAX zu kaufen um mich langfristig zu positionieren oder aber einen Put mit kurzfristigem Horizont, um mich gegen Kursschwankungen abzusichern. Da ich sowieso mit all meinen Aktien Delta-positiv bin werde ich wohl zunächst nach einem Put greifen.


Schauen wir doch mal auf ein paar ausgewählte Puts mit Laufzeit September. Was man deutlich erkennen kann ist, dass die Volatilität abnimmt je näher wir an aktuellen Preis kommen. Mit abnehmender impliziter Volatilität steigt Vega und das suchen wir. Ein Put mit Basis 10100 Punkten kostet pro Option 192,55€ und wird um 14,60€ steigen wenn die Volatilität um einen Punkt zunimmt. Gehen die Kurse runter ist da natürlich viel mehr drin. 

Da die Restlaufzeit recht kurz ist verliert eine Option pro Tag ca. 1,90€ - da wäre dann das Risiko eines solchen kurzfristigen Trades.

Für Dezember sieht es ähnlich aus. Ein Put mit Basis 9.400 Punkte kostet aktuell recht günstige 225€ mit hohem Vega. Dort liegt Theta allerdings auch schon bei 1,70€. Ich schätze einen solchen Kontrakt werde ich mir in das Depot legen.

Je nach Gemütslage und Einschätzung der weiteren Entwicklung bieten sich Put-Käufe zur Zeit an ein Depot nach unten zu hedgen. Leider verlieren diese Puts aufgrund des Zeitwertverlustes an Wert je näher wir dem Verfallstag kommen. Das kann sich aber lohnen, da die Volatilität IMHO schwerlich sehr viel weiter nach unten gehen kann.


Im Chart kann man die Entwicklung des VDAX YTY betrachten. Bei 17,70 lag der niedrigste Wert und ich denke das wird kaum unterboten. Dabei möchte ich nicht unterschlagen, dass der Wert im Juli 2014 auch schon mal bei knapp über 12 gelegen hat. Der Juli ist natürlich ein Sommerloch-Monat mit niedrigen Umsätzen und oft auch niedriger Volatilität. Ob es sich auch dieses Jahr so verhält, das weiß niemand.

Nachtrag:

So, der DAX will es also doch noch wissen. Schön für mein Aktien-Depot und schlecht für meine verkauften Calls. Diese habe ich in den Dezember gerollt und zwar auf 11.350 Punkte. Das liegt knapp oberhalb meine Bull Call Spreads, die damit als Absicherung dienen.

Samstag, 23. Juli 2016

23.07.2016 Update Index-Optionen

Einige Tage sind vergangen und an der Börse hat sich nicht allzu viel getan.Der S&P 500 liegt beim ATH - im Gegensatz zum Russel 2000, der weiter hinterherhinkt. Meine Ölwerte sind prima gelaufen und stabilisieren sich auf hohem Niveau obwohl die Ölpreise weiter nachgeben. Rohstoffe allgemein sind gut gelaufen. Die banken haben sich vom Brexit-Schock erholt und stehen IMHO kurz davor neuem Unbill entgegen treten zu müssen. Alles in allem sind die Indizes gut gelaufen ohne dass es dafür wirklich gute Gründe geben würde.

Nächste Woche stehen wichtige Zahlen im Technologiesektor an und darauf werden Reaktionen erfolgen müssen und ich sehe die Chancen aktuell eher auf der Down-Seite. Wer sollte jetzt im Sommer auch noch groß kaufen wenn doch alles ganz gut gelaufen ist und die Händler eher auf Buchgewinnen sitzen.

Meine verkauften DAX Kontrakte halte ich weiterhin und meine Sammlung an verkauften CFDs auf den S&P 500 hat sich auch erweitert. Dagegen steht mein Dividenden-Depot. Eigentlich ist es mir also egal was nun passiert. Sollten die verkauften September DAx Kontrakte mit Basis 10.400 Punkte notleidend werden dann werde ich die Position justieren. Sprich ich werde 50% mehr Kontrakte weiter oben verkaufen (Justierungstufe 1). Läuft es dann weiter gegen mich dann werde ich die Kontrakte ohne Änderung der Anzahl vorzugsweise in den Oktober (oder notfalls gar in den Dezember) rollen. Dezember deshalb, weil ich bullische Call Spreads bei 10.900/11.100 liegen habe. Laufen die Kurse dennoch weiter nach oben und streben gen 11.500 Punkte dann werde ich die Reißleine mit Verlusten ziehen müssen. Das wären dann ca. 1,300 Punkte nach oben - also ca. 18T€-20T€ Gewinn in Aktien und Naked Puts. Das wäre dann eben so. Was ich nicht tue ist weitere Puts auf den DAX zu verkaufen. Ich sehe noch Korrekturpotential und das ist mir dann doch zu heiß.

Dienstag, 12. Juli 2016

Update: Verkaufte DAX Puts zurückgekauft

Tja, so schnell kann es gehen: Gestern noch Weltuntergang und heute schon wieder Euphorie. Anlässlich der gestiegenen Kurse habe ich meine für 198€ verkauften Puts heute wieder für 18,10€ zurückgekauft. Das lief mal sehr gut. Meine Calls liegen dagegen entsprechend weit hinten.

Ich gehe weiter von einer Wackelbörse aus und werde wieder Puts auf den DAX verkaufen sobald die Kurse etwas zurückgekommen sind und die Volatilität wieder steigt.

Wer sich an diesen Post hier erinnert, der weiß um meinen Optimismus für das laufende Jahr und trotz Brexit hat sich daran nicht allzu viel geändert. Ich setze immer noch auf eine Phase von drei bis fünf Quartalen steigender Gewinne im S&P 500 und damit Luft nach oben. Der DAX wird hinterherhinken mit den Klötzen Brexit, Italien und Spanien am Bein - dennoch wird Luft nach oben sein. Falls das nicht so kommt, dann ist aber auch wieder Platz bis 7.800 Punkte - am besten also nicht alles auf eine Richtung setzen.


Montag, 11. Juli 2016

Nutzung der Kurs-Range im DAX / Neue Kontrakte

Der DAX verharrt weiterhin zwischen den Stühlen "Angst vor allem und jedem" und "Unter 9.800 Punkten ist der doch eigentlich günstig" und ich schätze das wird auch so bleiben. Anders gesagt: ich gehe weiterhin davon aus, dass die herrschenden Ängste den DAX weiterhin zwischen 8.900 Punkten und 10.500 Punkten halten werden. Damit sich dies ändert muss sich schon einiges ändern und das einzige das ich diesbezüglich für möglich halte wäre das Anziehen der Gewinner der S&P 500 Unternehmen ab dem Quartal 2 oder 3 in 2016. Die Berichts-Saison für Quartal 2 beginnt ja bald und dann weiß man schon mehr.

Diesen Annahmen folgend habe ich meine bestehenden verkauften 4 Put Kontrakte auf den DAX mit Basis 8600 Punkten und einer Laufzeit bis August um entsprechende 3 verkaufte Call Kontrakte der Basis 10.400 Punkte und einer Laufzeit bis September ergänzt. Nach oben kann ich gut mutiger sein, da mein Depot sowieso mit einem Delta von >10 vor sich hinvegetiert.


Sonntag, 10. Juli 2016

Neue Puts auf Aktien

Die Volatilität ist aktuell sehr hoch. Das betrifft nicht nur die Indizes, sondern natürlich auch die Aktien. Deshalb hat in den letzten zwei Wochen ab und zu mein Alarm geläutet wenn die aktuelle Volatilität einer Aktie auf meiner Watchlist deutlich höher war als die jeweilige historische Volatilität. Mein besonderes Augenmerk gilt dabei den Firmen, die normalerweise eher eine sehr geringe Schwankungsbreite aufweisen - so wie etwas die Münchner Rück.

Im Juni und September sind und werden weitere meiner LEAPs ablaufen. Dazu gehören Puts auf RWE oder auch Suncor (SU), Andere wiederum muss ich rollen, da die Aktienkurse soweit zurückgekommen sind, dass die Basis unterschritten ist. Zu diesen Werten gehört z.B. die Deutsche Bank (DBK),

Alles in allem nenne ich die folgenden, neuen, verkauften Puts mein Eigen:

Daimler, DCX - bis 12/16
BMW bis 12/16
SU bis 03/17
ALV bis 03/17
Intel, INTC bis 06/17
RWE bis 06/17
Qulacomm, QCOM bis 01/17
Münchner Rück, MUV2 bis 12/17
Deutsche Bank, DBK bis 12/17
SVXY bis 01/17

Die Basis dieser Werte liegt jeweils knapp am aktuellen Kurs oder auch darunter. Alle haben gemeinsam, dass bei Abschluss eine gute Prämie zu erzielen war und ich deshalb keine großen Probleme sehe, selbst bei weiter einbrechenden Kursen im Notfall weiter nach unten rollen zu können.

Die Deutsche Bank ist dafür ein gutes Beispiel. Die aktuellen Puts habe ich neu aufgebaut nachdem die alten stark in das Geld gelaufen sind. Sie hatten eine Basis von 18 Euro und eine Laufzeit bis 09/16. Diese habe ich nun zurückgekauft und dafür neue mit Basis 12 Euro und einer Laufzeit bis 12/17 neue verkauft (insgesamt ein paar mehr damit es aufgeht). Klappt alles, dann komme ich mit Gewinn aus der Sache raus - falls nicht, dann werde ich im Juni 2017 überlegen weiter nach unten zu rollen.

Das Ganze ist ein Spiel mit längerem Zeithorizont. Manche Wetten gehen direkt auf, manche muss ich nach unten rollen. Alle Wetten zusammen sind so ausgelegt, dass selbst der Totalverlust (Deutsche Bank geht Pleite und die Aktie wird ein Penny-Stock) eines Wertes zu verkraften wäre.

Einige der Werte, wie Qualcomm, würde ich auch ausüben lassen, einige Aktien verkaufen - einige behalten und weitere Puts auf QCOM schreiben. Je nachdem. Das heißt: Jedes Unternehmen auf das ich setze könnte auch einen Platz in meinem Dividenden-Depot haben - falls sinnvoll. Trotzdem sind nicht alle Werte Cash-Secured. Also ist das Justieren weiterhin eine wichtige Aufgabe.


Dienstag, 28. Juni 2016

Abwarten ist eine Tugend

Ich melde mich gerade weniger weil ich auch weniger trade. Bis auf ein paar neue SVXY Positionen auf Basis 35 und 30 Dollar die ich mit Laufzeit Januar 2017 verkaufe passiert nicht viel. Meine Angst ist viel zu groß, dass wir doch noch einen Rücksetzer bis Richtung 8.000 Punkte sehen werden und da halte ich lieber die Füße still. Aktuell halte ich noch 6 verkaufte DAX CFDs und 20 verkaufte CFDs auf den S&P 500 als Gegenposition zu den verkauften Put Optionen im DAX. Sobald diese abgewickelt sind überlege ich mir eine neue Vorgehensweise.

Meine Bankenwerte sind stark unter Druck geraten. Meine US Werte deutlich weniger. Obwohl der Nasdaq stark eingebrochen ist hat sich CII gut gehalten. Hier wirken die beinhalteten Short Calls auf den SPX. Sobald dieser ETF bis auf ca. 12.50$ zurückgekommen ist würde ich hier meinen Anteil erhöhen. Die 10 US Cent Dividende im Monat scheinen noch ziemlich sicher zu sein.